Grüner Pfad Härtsfeld

Der Grüne Pfad „grüner pfad“ allgemein

Unter dem Titel „grüner pfad – Erlebnistouren“ soll gleichermaßen für Radfahrer, Wanderer, Familien und Schulklassen sowie für alle erholungs suchenden Personen der ländliche Raum durch den Aufbau einzelner Rundwege netze erschlossen werden. Am „grünen pfad“ finden Sie sowohl Bauernhöfe wie historische Sehenswürdigkeiten und eine einzigartige Landschaft.

Als Grundlage dienen ausgewiesene Rad- und Wanderwege. Zusätzlich wurden entlang der Wegstrecke weitere Informations- und Hinweistafeln aufgestellt. Sie sollen dem Betrachter Aufschluss über einzelne landwirtschaftliche Betriebe, Kulturen, Gaststätten, Ortschaften und Sehenswürdigkeiten geben.

Nach dem „grünen pfad“ im Ellwanger Seenland und dem „grünen pfad“ rund um Leintal und Frickenhofener Höhe ist nun der „grüne pfad härtsfeld“ der dritte Pfad auf der Ostalb und der erste Pfad der durch zwei Landkreise verläuft, den Ostalbkreis und den Kreis Heidenheim.

Karte Nummer 12

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Karte Nummer 13

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„grüner pfad härtsfeld“

Der Radweg „grüner pfad härtsfeld“ führt den Radler durch eine ursprüngliche und markante Landschaft der Schwäbischen Alb. Auf dieser Tour kann man zwei nationale GeoParks erleben: den GeoPark Schwäbische Alb und den Geopark Ries. Hier findet man Trockentäler, Wacholderheiden, weite Hochflächen, herrliche Wälder und freie Ackerflächen. Eine Tour die Körper, Geist und Seele gleichermaßen bewegt und gut tut. Ausgeschildert mit Symbol und den Nummern 12 und 13, ist der Radweg auch in der Radwandermappe der Touristikgemeinschaft Erlebnisregion Schwäbische Ostalb enthalten. Die Tour kann überall gestartet werden, die Ausschilderung ist jeweils in beide Richtungen angebracht. Parkplätze sind in der Übersichtskarte eingezeichnet.

Die hier beschriebene Tour beginnt in Neresheim.

Neresheim ist durch die barocke Abteikirche von Baumeister Balthasar Neumann und die leuchtenden Kuppelfresken von Martin Knoller vor allem bei Kunstliebhabern weltweit ein Begriff. Vom Bahnhof Neresheim startet die Härtsfeldmuseumsbahn ins Egautal. Die Schättere Fahrräder können kostenlos mitgenommen werden. Neresheim ist auch Ausgangspunkt für drei dem Radweg angeschlossene Themenpfade. Der Barockweg, der Pfad entlang der Härtsfeldbahn sowie der Pfad zum Thema Geologie-Wasser-Karst.

Entlang der Egau führt der Radweg vorbei an Karstquellen, der Gallusmühle und in ein Naturschutzgebiet mit herrlicher Wacholderheide. Der Einstieg für den dortigen Waldlehrpfad ist der Wanderparkplatz an der Steinmühle. Ein lohnender Abstecher (ausgeschildert) führt zur Schauköhlerei ca.10 Radminuten entfernt. Hier wird regelmäßig altes Handwerk live demonstriert und erläutert. Weiter am Weg lädt der Lehrbienen-Stand der Bienenzüchter mit Kräutergarten zu einer Pause ein. Schnell ist dann der Härtsfeldsee erreicht. Von dort sieht man die Burg Katzenstein. Der Idealtyp einer mittelalterlichen Stauferburg.

Vom Härtsfeldsee geht es weiter in den beschaulichen Ort Dischingen. Hier beginnt der Themenpfad Thurn & Taxis.St. Johann Baptist Sehenswert sind die barocke Kirche St. Johann Baptist, erbaut von Joseph Dossenberger, die Nothelfer- kapelle sowie das noch original erhaltene historische Bahnhofsgebäude.
Weiter geht es in Richtung Ballmertshofen. Am Radweg liegt die Buchbrunnenquelle aus welcher der Zweckverband Landeswasserversorgung Trinkwasser auch für den Großraum Stuttgart fördert.
Ballmertshofen wird aufgrund seiner südlichen Randlage auch das „Tor zum Härtsfeld“ genannt. Das neu restaurierte Renaissance-Schloss mit Bildergalerie lädt sonntags zu einem Besuch ein.

Vor Ballmertshofen überqueren wir die Landstraße und radeln die idyllische Kastanienallee zu Schloss Taxis hinauf. Durch Trugenhofen und über die Freizeitanlage „Karlsbrunnen“ mit Zelt-, Spiel- und Grillplatz führt der Weg weiter zum Eglinger Keller. Ein geschichtsträchtiger Platz. Neben Steinzeitfunden, einer keltischen Viereckschanze sowie den Überresten eines römischen Gutshofes befindet sich hier außerdem das Grab eines in den napoleonischen Kriegen gefallenen österreichischen Offiziers. Ganz in der Nähe, jedoch nicht direkt am Radweg, in Richtung Demmingen, steht das Jagdschloss Duttenstein, ehemals Fugger- und später Thurn & Taxis Besitz, jetzt allerdings privat und nicht zugänglich. Jagdschloss Duttenstein Geologisch interessant sind auch die Griesbuckel rund um Demmingen, die vom vor Millionen von Jahren entstandenen Meteoriteneinschlag im Ries stammen.

Vom Eglinger Keller führt der „grüne pfad härtsfeld“ nach Eglingen hinein. Das Kanzlei-Gebäude des ehemaligen Wasserschlosses wird heute als „SchlossEglingen“ bezeichnet. Von Eglingen gelangen wir weiter nach Hofen und radeln vorbei an Wiesen und durch Wälder nach Schweindorf. Aufmerksame, botanisch interessierte Radfahrer entdecken hier und auf dem ganzen Härtsfeld zur rechten Jahreszeit viele verschiedene Arten von Orchideen.

In Schweindorf führt eine ausgeschilderte Abkürzung über Ohmenheim zurück nach Neresheim.

Bohnerz

Von Schweindorf geht es weiter nach Dehlingen (Vorsicht: hier muss die Bundesstraße nach Nördlingen überquert werden!). In Weilermerkingen führt der Radweg zum Aussichtspunkt Freilaß hinauf. Ein Anstieg, der mit einer schönen Aussicht über weite Teile des Härtsfeldes und bei guter Sicht sogar bis zu den Alpen belohnt wird.
Unser Weg führt durch das frühere Bohnerz-Gebiet – eine Informationstafel berichtet über den Bohnerzabbau auf dem Härtsfeld – und herrlichen Wald weiter nach Oberriffingen und Elchingen, wo der nahe gelegene Flugplatz zum Verweilen einlädt.

Dossinger Tal Der nun als Tour 12/13 ausgeschilderte Weg führt durchs Dossinger Tal mitseinen bizarren Massenkalkfelsen. Auch hier informiert eine Informationstafel über die Entstehung der typischen Härtsfelder Trockentäler. Über Dossingen gelangen wir zurück nach Neresheim, unserem Ausgangspunkt. Weiterhin als Tour 12/13 ausgeschildert, führt der Weg von Neresheim nach Auernheim. Im Dorf ist der Einstieg zum Wasser-Klang-Themenpfad. Die barocke Dorfkirche wartet mit großartigen Grabplatten im Kirchhof. Auf einer herrlichen Waldstrecke mit geschichtsträchtigen Hinterlassenschaften (keltische Schanze und Bohnerzgruben) radeln wir nach Nattheim. Ein Abstecher in den Ort lohnt sich. Sonntags lädt das Korallen- und Heimatmuseum zu einem Besuch ein und im Ramensteinbad kann man sich herrlich erfrischen. Von Nattheim aus kann man nun auf dem als Tour 13 ausgeschilderten „grünen pfad härtsfeld“ über Fleinheim mit der barocken Dorfkirche von Joseph Dossenberger nach Dischingen gelangen.

Höhenprofile

Kohlplatten Folgen wir in Nattheim jedoch dem als Tour 12 ausgeschilderten „grünenpfad härtsfeld“ weiter in nördlicher Richtung, so gelangen wir durch schönen Buchenwald zum Weiler Rotensohl. Von hier aus ist es nur noch ca. 1 km zu den heute noch tätigen Kohlplatten im Wald. Der Köhler erläutert gern sein altes Handwerk und berichtet über den vermutlich bereits seit der Keltenzeit bestehenden Meiler, den er in 6. Generationbetreibt. Der Radweg führt weiter über Nietheim und Niesitz in Richtung Ebnat. Kurz vor Ebnat biegt der Weg rechts ab zum Gutshof Diepertsbuch. Anschließend geht es durch die Unterführung der Autobahn ins „Krätzental“– wieder ein typisches Härtsfelder Trockental – und weiter nach Elchingen. Hier gibt es nun die Möglichkeit über die bereits beschriebene Route Tour12/13 zurück nach Neresheim zu fahren oder die Route der Tour 13 in Richtung Oberriffingen weiter zu radeln.

Sponsoren

Dieses Projekt wurde gefördert duch die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg im Rahmen von LEADER+


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Nachdruck in Vorbereitung.


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